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2009-11-24

Australien: 130 Demonstrierende verhaftet

Im Vorfeld des Gipfels in Copenhagen verlangen Umweltschützer von Rudd die 40%ige Schadstoffminderung.

Vor dem Parlament in Canberra wurden heute etwa 130 Demonstrierende verhaftet – während im Senat die Debatte zum CO2 Emissionsreduktionsplan tobte, den Kevin Rudd’s Labour-Regierung versucht, vor dem UNO-Klimagipfel in Kopenhagen abnicken zu lassen. Die Demonstranten forderten auf einem von ihnen gehissten Transparent mit der Aufschrift: „Rudd, die Welt sieht auf uns“, dass Australien sich verpflichtet, bis 2020 die Schadstoffemissionen im Vergleich zum Jahr 2000 um 40% zu senken.

Eine Sprecherin sagte: „Rudd ist in der Lage, auch die USA zu beeinflussen“, und fügte hinzu: „Wenn er mit einem Schadstoffemissionsreduktionsziel von 40% nach Kopenhagen geht, dann wird er im Stande sein, die globalen Gleichgewichte zu ändern“.

Die Polizei hat die vor dem Parlamentseingang sitzenden und sich den Ort zu verlassen weigernden Demonstranten verhaftet und ihnen Platzverweise erteilt – kommen sie wieder, so werden sie wegen Störung der öffentlichen Ordnung angezeigt.

Während Rudd’s Wahlkampf vor zwei Jahren stellte die Reduktion der Schadstoffausstöße ein Schlüsselversprechen dar, zahlreiche konservative Parlamentarier halten jedoch dagegen, weil sie behaupten, dass es der Beschäftigung und der Industrie schaden wird, während die Grünen das Programm deshalb ablehnen, weil es zu zaghaft ist. Die im Senat sich in der Minderheit befindliche Regierung hat bereits Gesetzesänderungsvorschlägen der Konservativen zugestanden, die etwa die Landwirtschaft ausklammern und Schutzbestimmungen für Kohle- und Energieproduzenten ausbauen.

Source: http://www.infoaut.org/articolo/verso-copenaghen-australia-arrestati-130-manifestanti