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2007-05-17

Financial Times Deutschland: Wie Heiner Geißler zu Attac kam

Die globalisierungskritische Organisation Attac freut sich über ein prominentes Neumitglied. Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler schloss sich vor laufenden Kameras den G8-Kritikern an.

Attac-Sprecher Pedram Shahyar bot dem CDU-Politiker während einer Talkshow auf N24 einen Aufnahmeantrag an. Geißler nahm an. “Ich trete bei Attac ein, weil ich das Recht auf gewaltfreie Demonstration, für das Attac eintritt, nachdrücklich unterstütze”, sagte Geißler am Mittwoch. Auch inhaltlich teile er die Anliegen der Globalisierungskritiker, die für eine soziale und ökologische Globalisierung einträten. Die humane Gestaltung der Globalisierung sei eine der wichtigsten Aufgaben, “wenn nicht sogar die wichtigste Aufgabe”, sagte Geißler.

Attac ist ein Netzwerk, dem neben Einzelpersonen Organisationen wie zum Beispiel die Gewerkschaft Verdi, die katholische Laienorganisation Pax Christi und der Umweltverband BUND angehören. Prominente CDU-Mitglieder suchte man bisher vergeblich.

Der ehemalige Minister und Generalsekretär ist nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik immer wieder mit Kritik an seiner Partei in die Öffentlichkeit gegangen. Er macht sich für eine soziale Ausrichtung der CDU stark und polemisiert gegen Parteifreunde, die nach seiner Auffassung “neoliberale” und “turbokapitalistische” Ideen verfolgen.

[http://www.ftd.de/koepfe/200716.html?nv=cd-topnews]