2009-06-29 

Triest - Die amerikanische Regierung trifft die Stundenten um "bullshit" zu erzählen

Nach Ansicht des amerikanischen Botschafters wird die Bevölkerung in Vicenza die Vereinbarung über den Bau des Dal Molin unterstützen

27. 6. 2009

Eine Farce, ein Theaterspiel, um glauben zu machen, das man Interesse hat, die Meinung der jungen Leute zu hören, und das man bereit ist, Fragen zur Außenpolitik der Veeingten Staaten von Amerika zu beantworten. Das ist das, was am Donnerstag den 25. Juni in Triest am 1. Tag des G8 der Außenminister abgespielt hat, einem abgeriegelten Treffen mit absurden Regeln, zuallererst der, des Zwangs, sich unter Mitteilung der einzigen pro Person zugelassenen Frage anzumelden und ohne Möglichkeit, wieder zu gehen, wenn man einmal drin war.

Pic: Berlusconi

Von 12 bis 15 Uhr wurden die von den Präsidenten der Fachbereiche und wer weiß noch wem sonst penibel ausgewählten Teilnehmer Teilnehmer im Inneren der “Mib School of Management” zur Geisel genommen, als ob sie es seien, die mit einem Verhör rechnen müssten: Die Versuchung, neue Guantanamos zu bauen, kommt dem US-Establishment wohl nie abhanden.

Nach den üblichen Grußworten ging es mit den Fragen der Studenten los. Unter diesen, nicht von Ungefähr, auch eine Frage zu den Absichten der Vereinigten Staaten bezüglich des Baus des No dal Molin in Vicenza.

Die Frage lautete ungefähr so:

“The former President of USA, Bill Clinton, has recently said that the world has always been more impressed by the power of our example than by the example of our power. Accounting for that, and for the fact that tens of thousands of citizens in Vicenza asked recently for a referendum about the military base, and that the 4th of July has been declared by the presidio permanente the Vicenza’s indipendence day.. what are your perspective about the Ederle base there?”

Die Antwort der US-Botschafterin Elisabeth Dibble lautete: “we will go on with the building of the base: in spite of the protests of a minority, we are sure that the population will support the base in time also because we are creating new job opportunities”.

Sicher ist es keine große Neuigkeit, und schon gar nicht eine besonders brilliante Frage. Trotz des angeblichen “neuen Kurses” Obamas scheint die US-Regierung nicht fähig zu denken, dass sich eine Bevölkerung statt dessen mit der “Verteidigung der Erde vor den Kriegsstützpunkten” für Würde und Gerchtigkeit entscheiden könnte.

Anschließend wurde keine weitere Frage mehr zugelasen, was deutliche Zeichen der Unruhe und einen gewissen Unmut der “auserwählten” Studenten hervor rief.Auch fand der Vorfall in den Presseberichten keine Erwähnung.

Am 4. Juli werden wir uns darum kümmern, dass die Regierung der USA einige neue Reflexionsanstöße bekommt.