2007-01-09 

9.1.2007 Heiligendamm

- Das Geld zu Gast in Essen - Not für die Welt
- Video: G8 Repression
- G8 gebt auf, ihr seid umzeltet!
- Bundeswehr zieht Kasernen in Dabel und Stern-Buchholz leer
- Projekt "G8 im Fokus"
- In Frankfurt (Oder) wollte der Verfassungsschutz offenbar einen linken Aktivisten anwerben
- move to the coup - zum Umsturz bewegen
- G8-Gipfel - Innenminister unterzeichnet Verwaltungsvereinbarung mit Kommunen
- UK Meeting to discuss G8 Mobilisation for 2007, Jan 27th, Nottingham
- Linkspartei.PDS berät am Samstag über G8-Gipfel

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Das Geld zu Gast in Essen - Not für die Welt

Aufruf zu Demo und Aktionen zum Treffen der G7-Finanzminister
am 10. Februar 2007 in Essen

Wissen Sie, was genau die Finanzminister der größten Industrieländer (G7) auf ihrem Treffen am 9./10.02.2007 aushecken werden? Nein? Wir auch nicht!
Schon jetzt lässt sich aber erraten, dass sie ebenso wenig die Interessen der Menschen in der "3.-Welt" noch in den Industrieländern vertreten werden.
In Vorbereitung des G8-Gipfels im Sommer in Heiligendamm sollen die G7-Finanzminister (G7 = G8 ohne Russland) das marktradikal, neoliberale Konzept weiterhin durchboxen. Sie nennen es: Liberalisierung, Freihandel, Deregulierung und Privatisierung.
Dies bedeutet:
Durch die Politik der G8 werden den Konzernen immer mehr Rechte und Möglichkeiten eingeräumt, um ihre Profite zu vergrößern; gleichzeitig werden unsere Rechte und Möglichkeiten der Teilhabe immer weiter eingeschränkt. Sehenden Auges vernichten die entfesselten Marktkräfte unsere sozialen und ökologischen Grundlagen. Nicht mehr die Wirtschaft soll den Menschen dienen, sondern die Menschen der Wirtschaft. Die Folgen: Erhöhung der Arbeitszeit bei gleichzeitiger Zunahme von Arbeitslosigkeit, Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse, Beschneidung bereits erkämpfter Rechte der Lohnabhängigen, Zwang zur privaten Risikovorsorge statt solidarischer Sicherungssysteme und globale Umweltzerstörung.
Privatisierung bedeutet einen Verlust an demokratischen Einflussmöglichkeiten. Bildung und Gesundheit werden zur Ware. Zunehmend sind es die Kommunen, die dem vermeintlichen Druck zur Privatisierung ausgesetzt werden. Die Folgen: steigende Preise für die Daseinsvorsorge, z. B. Gas, Strom und Wasser, Öffentlichen Verkehr und weitere Verkäufe Öffentlichen - also unser aller -Eigentums. Öffentliche Verwaltungen ordnen sich der Logik des Marktes unter, so wird z. b. Umweltschutz unter dem Aspekt des "Standortvorteils" betrachtet.
Ein wirksamer Schuldenerlass für die Länder der "3.-Welt" wird von diesen G7-Finanzministern abgelehnt. Der medienwirksam inszenierte "Schuldenerlass" aus dem Jahr 2005 reduzierte die gesamten Zahlungen von 300 auf "nur noch" 299 Mrd. US $ für das Jahr 2006. Die reichen Ökonomien der Staaten der G8 schotten sich ab. Dieser Abschottung fallen jährlich tausende Tote im Mittelmeer, im Atlantik, an der Grenze USA / Mexiko und anderswo zum Opfer. Die kapitalistische Ordnung der G8 beruht auf Gewalt und erzeugt zwangsläufig neue Gewalt.
80% der Menschheit wird an den Rand gedrängt, von wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung ausgeschlossen und der Zugang zu modernen Technologien verwehrt. Der Reichtum dieser Welt könnte die Versorgung aller Menschen mit Nahrung, Kleidung, Wohnung, Arbeit, Bildung und Gesundheit - den Grundbedürfnissen, und damit laut UN-Charta Menschenrechten - sicherstellen. Lasst uns am 10. Februar hierfür gemeinsam und machtvoll eintreten.

Bündnis zum G7-Gipfel in Essen
www.g7-protest.de; E-Mail: jclaudia@web.de
Info zur Demo:

Samstag, 10. Februar 2007, 11 - 13.00 Uhr
Auftakt: Essen-Innenstadt, Porschekanzel - ab Essen Hbf: Ausgang Innenstadt, gut 500 m in die Fußgängerzone rein
Abschluss: Essen-Rüttenscheid, HH Rüttenscheider Stern
Im Anschluss: Aktionen u. a. in der Essener Innenstadt

[http://www.g7-protest.de]

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Video: G8 Repression

Lieselotte Meyer Film Productions Ltd: G8 2007 Heiligendamn & the German Repression

neuer Antirepressionsfilm für den G8 2007
Neuer 20_minuten_clip über deutsches Demorecht, speziell für den G8 und speziell für Menschen, die vielleicht aus dem Ausland kommen und die deutschen Besonderheiten nicht kennen.

Download preview version: http://video.indymedia.org/download/%5BIndymedia%5D_(2007-01-08)_G8_Repression_preview_version.ogg

Der Clip ist für Mobilisierungsveranstaltungen und Screenings geeignet.
Höhere Auflösung und eine Version ohne die deutsche Tonspur gibts auf video.indymedia.org

Zum Abspielen der files braucht ihr den vlc-player, oder eine neuere version des media player classic.

Viel Spaß!

English :

New 20min Clip about german police strategies and laws, especially for the G8 2007 in Heiligendamm. For moblilization and preparation...

Translations and/or subtitles needed!

Translate the transkript and create another audio track (wav, avi, mp3, whatever) to add.
a version without german speech, but with music will be published at video.indymedia.org

use it with the free vlc-player or a quite new version of media player classic

[http://germany.indymedia.org/2007/01/165675.shtml]

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G8 gebt auf, ihr seid umzeltet!

Im Juni 2007 werden ca. 100 000 Menschen aus vielen Ländern gegen den G8-Gipfel der führenden Industrienationen in Heiligendamm auf die Straße gehen. Mit ihren Aktionen sprechen sie den Herrschenden die Legitimation ab, weiterhin die Welt mit ihren Wirtschaftprogrammen zu verwüsten und noch mehr Armut zu verursachen.

Wer an mehreren Tagen Veranstaltungen des Alternativgipfels besucht, vor Ort an Blockaden und Demos teilnimmt oder am "Heiligen Damm des Gebetes" mitmacht, muß auch mal schlafen, essen, sich mit anderen austauschen können, muß Raum für´s chillen finden, neue Energie tanken.

Dafür arbeitet die "Camping 07" - Vorbereitungsgruppe

Für ALLE, die in und um Heiligendamm und Rostock protestieren, demonstrieren, blockieren, Alternativen diskutieren und für eine gerechte und solidarische Welt leben und kämpfen, bereiten wir mindestens ein großes Camp vor. Das internationale Camp wird ein sicherer Ort und Ruheraum sein. Dort werden ALLE (FaschistInnen ausgenommen) Platz zum Zelten, warmes, auch veganes Essen, Veranstaltungszelte und aktuelle Informationen in verschiedenen Sprachen finden.

"Camping 07" sucht Plätze , auf denen wir während der Gipfelproteste unser Zusammenleben selbst in die Hand nehmen - unsere Zeltstadt für 20 000 Menschen wird keine Zäune haben und auch keine private Security. Das Camp soll so nah wie möglich an den Orten des Geschehens sein, damit die Wege kurz bleiben und der Austausch klappt. Selbstverständlich lehnen wir jede Form von Kommerz auf dem Gelände ab und wollen auch Menschen mit wenig oder keinem Geld die Teilnahme ermöglichen.

Bereits jetzt verhandeln wir mit den politisch Verantwortlichen vor Ort, um geeignetes Gelände und die dazugehörige Infrastruktur zu bekommen - wir wissen, daß auch sie kein Interesse an 20 000 Wild-CamperInnen rund um Bad Doberan haben und zur Mitarbeit bereit sind.

Wir bitten um Mithilfe und Unterstützung bei der Selbstorganisation, tatkräftig oder als gedankliche Anregung bei der umfassenden Aufgabe.

Als Teil (Modul) der Gesamt-Koordination der Gipfel-Proteste wünschen wir uns den Austausch mit den verschiedenen politischen Spektren und den anderen Modulen.

Ø Wir laden ein zu einem Austausch- und Arbeitswochenende am 27. + 28. Januar 2007
Rosa-Luxenburg-Stiftung
Franz-Mehring Platz 1
10243 Berlin
S-Station: Ostbahnhof

Punkte, die wir besprechen wollen:
- Wie weit sind wir mit der Platzsuche und wie geht's weiter
- Welche Strukturen brauchen wir
- Was wollen wir untereinander abklären
- Was ist schon Organisiert und was fehlt noch
- Wer macht was

Damit wir das Treffen besser Vorbereiten können, wäre es hilfreich, dass die, die kommen, sich kurz anmelden und auch gleich mitteilen was Sie besprechen und einbringen wollen, woran Sie arbeiten und was fehlt.
Anmeldung und Anregungen bitte an: camping07@listi.jpberlin.de oder telef.: 0175-4254928
Eine TO, die Anfahrtsbeschreibung und den Ablauf verschicken wir kurz vorher noch.

[Die Camping07-Gruppe]

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Bundeswehr zieht Kasernen in Dabel und Stern-Buchholz leer
Schwerin (dpa) Die Bundeswehr hat im Zuge der Bundeswehrreform zum Jahresende ihre Kasernen in Dabel (Kreis Parchim) und Stern-Buchholz im Süden Schwerins leergezogen. Sie werden aber noch nicht an die Nachnutzer übergeben, wie ein Sprecher der Bundeswehr in Schwerin sagte. Dies soll erst nach dem G8-Gipfel im Juni in Heiligendamm geschehen. Während des G8-Treffens sollen in den Kasernen Polizisten untergebracht werden, die zur Absicherung des Gipfels eingesetzt sind.
Die Berufs- und Zeitsoldaten des bisher in Dabel stationierten Panzerartilleriebataillons 405 und des Panzerbataillons 403 in Stern-Buchholz seien bereits an andere Bundeswehr-Standorte versetzt worden. In den Kasernen dienten rund 1200 Soldaten.

[Ostseezeitung 2.1.2006 ]

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Projekt "G8 im Fokus"

Die Ausstellungsmacher
Wir sind eine Gruppe von 6 Leuten und haben vor einigen Jahren eine Wanderausstellung zu "Toten an der Grenze" realisiert, die damals sehr erfolgreich in kommunalen Einrichtungen in Ostdeutschland gezeigt wurde. Jetzt bereiten wir anlässlich des G 8-Gipfels in Heiligendamm im Juni 2007 eine Wanderausstellung "G8 im Fokus" über Kritik an G8-Gipfeln und den Folgen von Globalisierung vor.
Trägerverein und Antragsteller zur Finanzierung des Projektes ist der Berliner Verein Forschungsgesellschaft Flucht und Migration e.V.

Kurzdarstellung des Projektes
Aus Anlass des G8-Gipfels im Juni 2007 in Heiligendamm konzipieren wir ein Ausstellung, die die G8 und die Politikfelder der Gruppe Acht in den Fokus nimmt. Dabei haben wir uns zum einen das Ziel gesetzt die Gruppe der Acht, die Entstehung dieser Ländergruppe wie auch die Frage der sogenannten "Gipfelgegner" nach der Legitimität dieser Gruppe aufzugreifen. Zum anderen beschäftigt sich die Ausstellung konkret mit den Themen der G8.
Aufgegliedert in diese sehr verschiedenen, beispielhaften Themenfelder wird der Zusammenhang zwischen der Politik der führenden Industrienationen und den Entwicklungen auf globaler sowie lokaler Ebene dargestellt werden.
Die Ausstellung konzipieren wir als Wanderausstellung und zeigen sie in den letzten Monaten vor dem Gipfel, im April und Mai 2007 in verschiedenen Städten in Mecklenburg Vorpommern.

Projektkonzeption
Die verschiedenen Themenfelder sollen anhand von Ausstellungstafeln dargestellt und je nach Materiallage und örtlicher Infrastruktur durch Video- und Audiomaterial oder durch Schaukästen mit weiterem Anschauungsmaterialien ergänzt werden.
Zu den jeweiligen Schwerpunktthemen erstellen wir zudem Faltblätter, die in der Ausstellung als "Flyer-to-go" ausliegen, aber auch als Werbe- bzw. Bildungsmaterial für lokale Einrichtungen einen ersten inhaltlichen Einstieg ermöglichen können.

Themenblöcke der Ausstellung
* Gruppe der Acht: Entstehung, Funktion und Wandel der letzten Jahre
* globalisierte Wirtschaft (Abbau globaler Zoll- und Handelsschranken, Bildung von Freihandelszonen, Verlagerung der Produktionsstätten, geistiges Eigentum und Patentierung)
* Krieg und Militarismus und die Rolle der G8
* Weltagrarmarkt, EU-Agrarmarkt, industrialisierte Agrarwirtschaft, Gentechnik
* Energiesicherheit: Weltenergie- und Ressourcenmarkt
* Flucht und Migration
* Zusammenfassung: Argumente Für und Wider? Kritik der globalisierungskritischen Proteste

Jeder Themenschwerpunkt soll anhand eines Beispiels aus der Alltagswelt aus Mecklenburg Vorpommern konkretisiert werden. An den Orten der Ausstellung findet zu Beginn ein Eröffnungsabend statt. Dort berichten jeweils zu einem der Themenblöcke geladene Referenten.

Kosten und Finanzierung
Als Ausstellungsmacher tragen wir die Kosten und haben entsprechende Finanzmittel bereits bei verschiedenen Stiftungen beantragt.

Ausstellung_2007@yahoo.de

[Ausstellungsprojekt "G8 im Fokus"]

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In Frankfurt (Oder) wollte der Verfassungsschutz offenbar einen linken Aktivisten anwerben
Seit Sommer 2006 versuchte der Verfassungsschutz eine Person aus der linken Szene der Stadt Frankfurt (Oder) für Informantendienste anzuwerben. Mit dieser Information sind die Rote Hilfe und die Soligruppe Frankfurt (Oder) jetzt an die Öffentlichkeit gegangen.
In einem mehrseitigen Protokoll, das unter anderem in der jüngsten Ausgabe der Rote Hilfe-Zeitung abgedruckt wurde, sind die drei Gespräche, die der junge Mann mit einem Mitarbeiter des Verfassungsschutzes geführt haben soll, ebenso aufgelistet wie Kontakte per E-Mail oder Handy.
Die erste Begegnung gab es demnach Ende August, als ein Mann vor der Arbeitsstelle des jungen Aktivisten wartete. Der Wartende habe sich als Björn Kloppstock aus Berlin vorgestellt. Er sei Journalist und wolle ein Interview. Doch schon beim ersten Gesprächstermin habe Björn Kloppstock offen gesagt, dass er für den beim Bundesinnenministerium angesiedelten Verfassungsschutz arbeite.
Der junge Aktivist sollte in unterschiedlichen Bereichen tätig werden. So sollte er Informationen über die Autonome Antifa Frankfurt (Oder) und deren Verbindungen sowie über die beginnenden Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm zusammentragen.
Um die Gipfelgegner auszuspionieren, sollte der Gefragte an Vorbereitungstreffen des Dissent-Netzwerks teilnehmen. Besonderes Augenmerk sollte er dort auf Mailverteiler und Passwörter richten, habe ihm Kloppstock eingeschärft, heißt es.
Der Einsatz des vermeintlichen Neu-Informanten sollte nicht auf Brandenburg beschränkt bleiben. Die Teilnahme an Veranstaltungen in anderen Bundesländern ist den Angaben zufolge ausdrücklich vorgesehen gewesen. Gleich zum Einstieg hätte es das Dissent-Vorbereitungstreffen in Osnabrück gegeben. Als Gegenleistung für die Spitzeltätigkeit sollen bis zu 500 Euro monatlich angeboten worden sein.
Was Kloppstock nicht ahnen konnte: Der junge Mann ging nur zum Schein und in Absprache mit politischen Freunden darauf ein. Nach dem dritten Treffen brach er dann den Kontakt ab. "Es ist darum gegangen, die Arbeitsweise des Verfassungsschutzes bei Informantenanwerbungen genauer kennen zu lernen", begründet die Soligruppe Frankfurt (Oder) diese Herangehensweise.
Auch in Potsdam und Bernau sind in der letzten Zeit Aktivisten aus linken Zusammenhängen auf die gleiche Weise von vermeintlichen Journalisten, die sich dann als Mitarbeiter des Verfassungsschutzes entpuppten, angesprochen worden. Ob sich die Geheimdienstler dort auch als Björn Kloppstock vorstellten, soll noch ermittelt werden.

[http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=103111&IDC=5]

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move to the coup - zum Umsturz bewegen

Infoveranstaltung & Soli-Party am 13.Januar, Rote Flora, Hamburg mit
ReferentInnen von: EA Rostock, Lobbi e.V., G8 Gruppe Greifswald,
Solid(MV), "Keine Stimme den Nazis" - Kampagne, Andreas Speit (Journalist)

6.- 8.Juni 2007: Treffen der G8 in Deutschland in Heiligendamm,
Mecklenburg Vorpommern

Das Zusammentreffen der G8 ist für uns Grund genug, sich mit diesem
Flecken Erde zu beschäftigen, der den Raum für diesen darstellt. Wir
werden über das dünn besiedelte und hoch verschuldete Bundesland
berichten und zu einer Diskussion über Perspektiven und Szenarien im
Rahmen des Gipfels anregen.

Seit Monaten werden in der Presse, in Parteien und staatlichen Organen
des Landes Gewaltszenarien à la Genua für den kommenden Juni beschworen.
Der einzige Kritikpunkt an diesem Zusammentreffen, der in der
öffentlichen Diskussion existent ist, ist die Frage der Finanzierung des
Gipfels und die damit verbundenen Belastungen für den Landeshaushalt.
Zudem zeichnet sich ein eindeutiger Einfluss der Medien im Land ab, da
bereits jetzt Anwohner die Polizei bitten in die "Roten Zone"
aufgenommen zu werden, um Schutz vor den protestierenden "Chaoten" zu
haben. Aufgrund dieser Zustände und Erfahrungen wollen wir die Situation
für Außenstehende vor Ort beleuchten.

Folgende Fragen sollen dabei Berücksichtigung finden: Kann es für
AktivistInnen eine Zusammenarbeit mit der Bevölkerung vor Ort geben?
Wie sind die linksalternativen Kräfte in Meck-Pom? Wo können wir sie
finden und wie ist eine Vernetzung und Zusammenarbeitmöglich?

Um einen realistischen Ausblick zu erhalten, ist es unumgänglich die
rechten Strukturen zu beachten. Seit Jahren gehören Nazis zum
Alltagsbild im Land und seit den Wahlen im September 2006 sitzen im
Schweriner Landtag unter den NPD-Abgeordneten auch zwei
Kameradschaftsführer. Nur in drei Wahlkreisen erreichte die NPD die 5%
Hürde nicht. Wenngleich sich alle etablierten Parteien gegen die NPD
aussprachen, zeigte sich entschiedener antifaschistischer Protest
gegen den Wahlkampf der nazistischen Partei zeigte sich einzig in der
Kampagne "Keine Stimme den Nazis", die landesweit von dem linken
Spektrum getragen wurde.
Offen propagierter nationaler Sozialismus wird von weiten Teilen im Land
toleriert. Dies geht soweit, dass der 'Heimatschutz Pommern' zu
Volksfesten eingeladen wird und Kampagnen wie "Opa war in Ordnung" der
'mecklenburgischen Aktionsfront' Anklang in der Bevölkerung finden.
Diese Zustände zeugen davon, dass Nazis offensichtlich in die so
genannte Zivilgesellschaft integriert sind.

Die Veranstaltung soll Handlungen und Positionen der politischen Akteure
von Links und Rechts aufzeigen. Darüber hinaus sind insbesondere
Schnittmengen mit den traditionell globalisierungskritischen
Organisationen vor Ort zu ermitteln und aufgrund dessen eine
Einschätzung der Lage im Kampf gegen den G8 zu leisten.

Die bis September 2006 regierende Rot-Rote-Koalition beschloss eines der
"modernsten" Sicherheits- und Ordnungsgesetze der Bundesrepublik. Die
Polizei ist darin mit weit reichenden Rechten zum Eingriff in die
Bürgerrechte ausgestattet. Um einen Eindruck von der bestehenden
staatlichen Repression zu bekommen, sollen die Geschehnisse des 1.Mai's
in Rostock und die die andauernde Repression skizziert werden. Ziel ist
es, aufzuzeigen wie sich Meck-Pomm für gegen den Widerstand für den
kommenden Gipfel rüstet.

Wir möchten euch zu dieser Veranstaltung einladen, die Informationen von
Mecklenburg- Vorpommern, der linken Strukturen vor Ort und Hamburgern
liefert und hoffen auf rege Beiträge zur sich anschließenden Diskussion.
Des Weiteren wird es im Anschluss noch eine Soli-Party für die
Unterstützung der linksalternativen Strukturen in MV geben. Alle, die
das Tanzbein schwingen wollen, sollten gleich da bleiben...

Informationsveranstaltung: Einlass 18.30 Uhr; Beginn 19.00 Uhr
Soliparty: Ab 22.00 Uhr

[Move To The Coup]

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G8-Gipfel - Innenminister unterzeichnet Verwaltungsvereinbarung mit Kommunen
08.01.2007: Schwerin/MVr Innenminister Lorenz Caffier (Foto) hat heute mit dem Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock Roland Methling sowie den

Landräten Thomas-Jörg Leuchert und Lutz da Cunha (Landkreise Bad Doberan bzw. Güstrow) eine Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet.
Sie enthält Regelungen zur Finanzierung nichtpolizeilicher Aufgaben im Brand- und Katastrophenschutz sowie im Rettungswesen, die den genannten Kommunen zusätzlich durch die besonderen Sicherheitsanforderungen während des G8-Gipfels in Heiligendamm entstehen. Bei der Bewältigung dieser über das normale Maß hinausgehenden Anforderungen wird die Landesregierung die Kommunen finanziell unterstützen.
Die Vereinbarung sieht vor, dass erforderliche Einsatzkosten (Personal- und Materialkosten) in vollem Umfang erstattet werden. Der notwendige Ausbau der integrierten Leitstelle in Rostock soll über Sonderbedarfszuweisung finanziell gefördert werden. Außerdem erhalten die Kommunen für die Zeit des G8-Gipfels kostenlos Zugang zum BOS-Digitalfunk der Polizei.
Die Finanzierung der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr soll durch die im Haushalt des Innenministeriums für das Jahr 2007 eingestellten Mittel erfolgen.
Minister Caffier lobte die sachliche und konstruktive Atmosphäre der Gespräche zur Vorbereitung der Vereinbarung. "Der G8-Gipfel in Heiligendamm wird ein herausragendes Ereignis von gesamtstaatlicher Bedeutung. Das Land und die Kommunen sind sich ihrer besonderen Verantwortung für das Gelingen des Gipfels bewusst."

[http://www.mvregio.de/mvr/25554.html]

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UK Meeting to discuss G8 Mobilisation for 2007, Jan 27th, Nottingham

A UK-based meeting to discuss the mobilisation against the 2007 G8 Summit to be held near Rostock in Germany (June 6-8 2007).
from imc uk: Meeting to discuss G8 Mobilisation for 2007
The G8 Summit in 2007 will be held in northern Germany. Some of the libertarian left in Germany were inspired by the original aims and actions of the Dissent Network in the UK. So much so that the libertarian left in Germany has taken the same name. Simply put, their aims are two fold. Stop the G8 summit and in order to do so create a network of ongoing solidarity on an international level.
The mobilisation is committed to bottom up, decentralised organising. It follows that they have extensively toured internationally to involve as many people as possible. The tours arose from an international gathering for the mobilisation, called Campinski, near the German G8 summit venue last summer. The UK leg of the tour in October saw activists from the UK 2005 mobilisation, Russian 2006 mobilisation and Germany 2007 mobilisation working together. The tour visited the Anarchist Bookfair in London, Brighton, Reading, Glasgow, Edinburgh, Liverpool Leeds, Birmingham and Cardiff. People at all these venues felt that it would be good to have a one day gathering for feedback and discussions on the G8 2007 mobilisation.
This callout is in consequence to those peoples wishes.
There is to be a one day event in Nottingham on the 28th January. Limited accommodation is provided for those who wish to travel from afar. In particular, those wishing to travel to the venue on Saturday 27th to have informal pre-meetings.
Please contact dissentprocess@yahoo.co.uk if you require accommodation. Food will be provided for by Veggies, for a small cost.
Also contact dissentprocess@yahoo.co.uk with agenda items. Items for suggestion include lessons from G8 2005, Feedback on German processes and mobilisation, future meetings in the UK, and others

[http://www.wombles.org.uk/article200612576.php]

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Linkspartei.PDS berät am Samstag über G8-Gipfel

Schwerin (dpa/mv) - Der Landesvorstand der Linkspartei.PDS wird sich am kommenden Samstag in Bad Doberan mit dem G8-Gipfel in Heiligendamm beschäftigen. Es gehe dabei noch nicht um konkrete Aktionen gegen das Treffen der Staats- und Regierungschefs der acht führenden Industrienationen, sagte Landesgeschäftsführer Friedemann Reinhold am Montag. Mit Vertretern anderer G8-kritischer Gruppen solle zunächst eine generelle Verständigung gesucht werden. Die Linkspartei.PDS wolle vor und während des Gipfeltreffens mit friedlichen und fantasievollen Protesten ihre ablehnende Haltung zur Politik der G8 deutlich machen. Gewalt werde prinzipiell abgelehnt.
[Link: http://www.ln-online.de/news/norddeutschland/politik-mv/2036672]