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Gedrucktes zum G8 2007

Roundtable on g8 Resistance: Perspectives for the Next Phase of Global Anti-Capitalist Uprisings (Interventions # 1, first appeared in Issue 6 of Upping the Anti: a Journal of Theory and Action)

“Chef, es sind zu viele” (Block G8, Mai 2008)

Dazwischen gehen – Texte zur Offenen Arbeitskonferenz
der Interventionistischen Linken (ak-Redaktion April 2008)

Gewaltbereite Politik und der G8-Gipfel (Komitee für Grundrechte und Demokratie, Dezember 2007)

Feindbild Demonstrant (Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein | Legal Team, Dezember 2007)

Move into the light? Postscript to a turbulent 2007 (Turbulence, Dezember 2007)

resistance inside – Einblicke in das Innenleben einer Mobilisierung 2.0 (R.O.S.A., November 2007)

Dokumentation zu Migration und G8 (G8-Büro im Hessischen Flüchtlingsrat, Oktober 2007)

Join the winning side – Nachbetrachtung des Antifa-KOK Düsseldorf (Juni 2007)

Turbulence: What would it mean to win? (Juni 2007)

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Antikapitalismus für alle! (Mai 2007)

Guide to Resistance (Spontane Redaktionsgruppe, Mai 2007)


Guide to Protest (Hannover Kreis, Mai 2007)

Fußnote #4 (SOBI Rostock, Mai 2007)

Was ist G8? Eine kritische Betrachtung (SOBI Rostock, Mai 2007)

Make G8 History! (AG Globale Soziale Rechte, April 2007)

Stimmen von Anarchistinnen & Anarchisten zu den G8 (April 2007)

solidarität (Mai 2007)

alaska Sondernummer (März 2007)

protest. widerstand. perspektive. (April 2007)

PAULAs Manifest (März 2007)

“G8: Die Deutung der Welt. Kritik. Protest. Widerstand” (arranca! Nr. 36, April 2007)

“Göttinger Gipfelzeitung” zum G8-Gipfel im Juni 2007 in Heiligendamm (April 2007)

“Rostocker Stadtgespräche” Nr. 46/47 (April 2007)

“11. Ausgabe des Antiberliner” zum G8 Gipfel sowie dem Protest dagegen (April 2007)

“Autonomes G8-Info” (Hamburg, April/ Mai 2007)

“Junirevolte” – Zeitung gegen den G8-Gipfel (solid, März 2007)

Informationen und Positionen gegen den G8-Gipfel 2007 (Kieler Netzwerk gegen den G8-Gipfel, März 2007)

“Make capitalism history!” Positionen und Informationen zum G8-Gipfel in Heiligendamm (Avanti, März 2007)

“Widerstand ist fruchtbar. Analysen und Perspektiven für eine nicht-kapitalistische Landwirtschaft” (Aktionsnetzwerk globale Landwirtschaft, März 2007)

“Globalisierung und Krieg” (Informationsstelle Militarisierung/ attac, Anfang 2007)

“Politischer Reiseführer MV” (pdf, Januar 2007, 14 MB)

“dissent! Broschüre” mit (fast) allen Texten rund um die Mobilisierung (92 Seiten, pdf, August 2006)

Reader zu G8 2007 von badespasz (Herbst 2006)

attac Inforeader (2006)

“Inforeader Globalisierung”, Grüne Jugend Bundesvorstand

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2008-07-07

Heiligendamm war anders

Heiligendamm war anders. Posti ist aus Deutschland angereist, um am Ufer des japanischen Toya-Sees gegen das G-8-Gipfeltreffen zu protestieren. "Die Demonstrationen hier sind kleiner als die Proteste, die wir letztes Jahr in Deutschland gesehen haben", erinnert sich der deutsche Punk an die massiven Proteste am Rande des G-8-Treffens 2007 im Ostseebad Heiligendamm, bei denen fast tausend Menschen verletzt wurden. Mit Freunden liegt er auf dem Rasen eines Zeltlagers, in dem sich rund tausend G-8-Gegner zusammengefunden haben. Auf der anderen Seite des Sees prangt das imposante "Windsor Hotel Toya", in dem bis Mittwoch die Staats- und Regierungschefs der mächtigsten acht Nationen tagen.

Pic: Toyoura

Fahnen in den verschiedensten Farben und Banner mit Aufschriften wie "Nein zu G-8" flattern über den Zelten. Die wenigen einheimischen Bauern, die auf den umliegenden Feldern Spinat ernten, staunen über das Lager. Auf Schildern fordern die Organisatoren der Protestbewegung die Zeltbewohner auf, sich bei den Bauern mit Gemüse zu versorgen und sie zum Mitmachen zu animieren. Eine Frau mittleren Alters, die auf einem nahegelegenen Feld arbeitet, beobachtet das Geschehen aber mit Skepsis. "Ich weiß nicht, was die da machen. Ich weiß überhaupt nichts über sie", sagt sie mürrisch.

Entgegen sonstigen Gepflogenheiten haben die japanischen Behörden die Zeltlager völlig überraschend genehmigt. Zum einen wollen sie einen Mangel an Hotelbetten wiedergutmachen. Zugleich ist dies aber auch der Versuch, die Gipfelgegner besser im Blick zu haben, um gewaltsame Auseinandersetzungen zu verhindern. Schon im Vorfeld des Gipfels riegelten 21.000 Polizisten die Gegend rund um den Tagungsort ab, mit Straßensperren, Patrouillen und Kontrollen.

Die Demonstranten, die nun jeden Morgen in den Bus steigen, um an Kundgebungen in anderen Städten teilzunehmen, kommen aus unterschiedlichsten Ländern. Zu Posti, dem Punkrocker der deutschen Band Sprengsatz, gesellen sich Demonstranten aus Südkorea, den USA und von den Philippinen. Auch Angehörige vom Volk der Ainu, der Ureinwohner der nordjapanischen Insel Hokkaido, sind unter den Gipfelgegnern. Der 57-jährige Kenichi Kawamura hat sich in die Tracht der Ainu gehüllt und trägt ein traditionelles Stirnband. In einem traditionellen Ritual spricht er zu den Göttern der Ainu, um für erfolgreiche Demonstrationen gegen den Gipfel der acht mächtigsten Staaten zu beten. Mehrere Südkoreaner mit Kerzen in den Händen schließen sich ihm an.

Die Demonstranten aus dem Lager wollen so nah wie möglich an das 30 Kilometer entfernte Tagungshotel herankommen. Ein erster Versuch von rund 50 G-8-Gegnern, sich dem festungsartigen Gebäude zu nähern, scheitert am Montagmorgen. Mehr als hundert Polizisten stellen sich ihnen in der Stadt Toyoura in den Weg. 30 Minuten stehen sich die teilweise vermummten Demonstranten und mit Schilden ausgerüstete Polizisten im strömenden Regen gegenüber - dann ziehen sich die Demonstranten wieder in ihr Zeltlager zurück. Wohl oder übel müssen sie sich darauf beschränken, ihre Parolen über den See zu schreien.

Source: www.tah.de