Pressemitteilungen » Heiligendamm 2007 » G8 2007 deutsch » 2 Jahre Vorbereitung » Arbeitsgruppen » Anwaltsnotdienst  
print
17.05.2007

Rostocker Polizei richtet Gefangensammellager ein

Rostocker Polizeikräfte haben damit begonnen, erste Gefangenensammellager, so genante GeSA in Rostock einzurichten. Diese GeSA sollen dazu dienen, gewalttätige Gipfelgegner oder randalierende Demonstranten vorerst in Gewahrsam zu nehmen.

Eins dieser Lager wird in Rostock Schmarl im Industriegelände bei Siemens entstehen (Foto oben). Ein anderes soll nach Informationen von MVregio News im Hof der Polizeidienststelle Ulmenstraße entstehen. Dabei handelt es sich um eine alte Sporthalle die jetzt als GeSA umgebaut wird (Foto mitte)

Polizeisprecher Axel Falkenberg vom Planungsstab Kavala bestätigte heute gegenüber MVregio, dass zwei GeSA in Rostock geplant sind. Eine weitere wird wohl in Doberan, ebenfalls im Hofe der dortigen Polizeidienststelle eingerichtet (Foto unten). Diese werden im bevorstehenden Einsatz in ihrer Lage, Anzahl und Größe so eingerichtet sein, dass flexibel auf die erforderlichen Gewahrsamnahmen und Festnahmen reagiert werden kann. Die GeSA sollen eine Kapazität von insgesamt ca 450 Personen haben.

“Den dort aufgenommenen Personen wird die Wahrnehmung ihrer verfassungsmäßigen Rechte gewährt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit Rechtsanwälten und Angehörigen gewahrt bleibt sowie die Unterbringung einschließlich der erforderlichen sanitären Einrichtungen menschenwürdigen Standards entspricht”, betont Falkenberg.

Berichte von Gipfelgegnern, dass mehrere Turnhallen in und um Rostock dafür eingerichtet werden, dementierte Falkenberg. Es wird Kavala-Sprecher Falkenberg zufolge auch keine Sammellager unter freiem Himmel geben.

[http://www.mvregio.de/mvr/36349.html]