
Satte 100.000 DemonstrantInnen haben die Organisatoren der G-8-Proteste im vergangenen Jahr rund um Heiligendamm erwartet. Gekommen sind zwar etwas weniger. Doch die Bewegung zog nach der Großdemonstration in Rostock und den Massenblockaden rund um Heiligendamm eine euphorische Bilanz: Erfolgreich vernetzt, Agenda mitbestimmt, Gipfel blockiert.
Ein Jahr später sind die Erwartungen um eine Potenz geringer: Zum diesjährigen G-8-Gipfel, der am Montag auf der japanischen Insel Hokkaido beginnt, rechnen die Veranstalter mit maximal 10.000 Gipfel-GegnerInnen. Und selbst das halten manche für zu optimistisch - schließlich gibt es in Japan keine Tradition der Gipfelproteste (siehe unten).
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Während des Protest-Marsches am Samstag gegen den am Montag beginnenden G8-Gipfel auf Hokkaido sind vier Personen festgenommen worden. Attac-Aktivisten waren Zeugen der Verhaftung des Fahrers eines der beiden Lautsprecherwagen. Attac fordert die sofortige Freilassung der Festgenommenen.
Source: www.scharf-links.de weiter...Vor dem G8-Gipfel verhaftete die japanische Polizei zahlreiche Linke. In Kagamasaki, einem Stadtteil von Osaka, löste die Polizeigewalt einen Aufstand aus.
von Adrian Mengay
Zur Vorbereitung eines G8-Gipfels gehört immer auch eine Kampagne gegen die protestbereite Linke. Gastgeber des Gipfeltreffens, das vom 7. bis zum 9. Juli in Toyaku stattfindet, ist in diesem Jahr Japan. Die Kontrollen auf den Flughäfen wurden verschärft, einem südkoreanischen Gewerkschafter wurde die Einreise verweigert, auch andere Verdächtige wurden abgewiesen oder bis zu zwölf Stunden verhört.
Source: http://jungle-world.com/artikel/2008/27/22136.html weiter...
16.55: Ständig aktualisiert:: Zwischen 3.000 und 4.000 Menschen haben heute gegen den nächsten Gipfel der am stärsten industrialisierten Länder der WElt protestiert und die Polizei hat vier Demonstrant_innen verhaftet. Es wurde nicht von Verletzungen berichtet.
Mindestens 4 Verhaftete durch Repressionsorgane (accionar represivo)
Der Protestzug kam in den Straßen von Sapporo zusammnen, wo Tausende Polizisten von Aufstandsbekämpfungseinheiten die Demo kesselten und die Demonstrant_innen auf eine Spur der Straße drängten. Durch die polizeiliche Übermacht eingeengt wurde die Stimmung von Zeit zu Zeit aufgeheizt, aber der Großteil des Protestes verlief friedfertig.
Source: http://de.indymedia.org/2008/07/221331.shtml weiter...
Vier Personen wurden beim heutigen Peace March verhaftet: darunter ein Journalist von Reuters und der Fahrer des Lautsprecherwagens des anarchistischen Blocks.
Nachdem der Wagen zu stehen gebracht wurde, wurde das Seitenfenster von der Polizei eingeschlagen die Tür geöffnet und der Fahrer herausgezerrt (den Hergang dieser Verhaftung können wir bestätigen).
Des weiteren wurde ein Clown, angeblich ein Professor, der sich mit Globalisierungsthemen an der Universität Tokyo beschäftigt, festgenommen. Er wurde von sechs Polizisten verprügelt und in einem Wagen mit schwarzen Scheiben und ohne Nummernschilder abtransportiert.
Source: http://g8japan.wordpress.com weiter...
Berlin hat dem japanischen Militär zur Abwehr von Demonstranten beim G8-Gipfel in der kommenden Woche Know-How über den Bundeswehr-Einsatz in Heiligendamm weitergegeben. Demnach haben deutsche Stellen den illegalen Einsatz nicht nur durchgeführt, sondern sie tragen auch zur Nachahmung durch Japan bei. Dessen Armee unterliegt seit 1945 ähnlichen Beschränkungen wie die deutsche. Wie die Bundesregierung bestätigt, leistet Berlin Tokio auch bei weiteren Fragen Schützenhilfe, um gegen Globalisierungskritiker vorzugehen. So entsendet das Bundeskriminalamt (BKA) einen Beamten nach Japan, der in die dortigen Repressionsmaßnahmen eingebunden ist. Proteste gegen den G8-Gipfel haben bereits begonnen. Die deutsche Unterstützung für einen möglichen Inlandseinsatz der japanischen Armee weitet den Aktionsradius der japanischen Streitkräfte aus, die seit Anfang der 1990er Jahre die Remilitarisierung der Außenpolitik ihres Landes tragen - wie die Bundeswehr in Deutschland. An zahlreichen Einsätzen waren und sind beide Armeen beteiligt. Die Militärkooperation dient langfristig der Einkreisung der Volksrepublik China.
Source: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57285 weiter...
Berichte über Probleme für ausländische Aktivisten und Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen
Tokio – Japan hat angesichts des bevorstehenden G-8-Gipfels die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Damit wird nach japanischen Medienberichten vom Freitag ausländischen Aktivisten und Mitgliedern von Nichtregierungsorganisationen (NGO) die Einreise erschwert. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben größten Industriestaaten und Russlands (G-8) beginnt an diesem Montag in Toyako auf der Insel Hokkaido. Gut 20.000 Polizisten sind im Einsatz, weitere 20.000 in der Hauptstadt Tokio.
Source: http://derstandard.at/?url=/?id=3402593 weiter...
In Japan formiert sich der Protest gegen den G8-Gipfel, der am Montag beginnt. Längst werden nicht so viele Aktivisten auf die Straße gehen wie in Heiligendamm vor einem Jahr. Trotzdem präsentiert sich die Polizei in enormer Stärke.
Von Peter Kujath, ARD-Hörfunkstudio Tokio
Das Aufgebot der Polizei in Japan ist beachtlich. Über 40.000 Polizisten sind im Einsatz. Der Großteil davon ist auf Hokkaido stationiert, um das Hotel Windsor in Toyako zu schützen. Der Tagungsort ist gut gewählt. 600 Meter über dem See Toya steht die Hotelburg einsam auf einem Hügel. Es gibt nur eine Zufahrtsstraße und die überwacht die Polizei schon seit langem intensiv. Wenn die Staatschefs hier eingetroffen sind, wird der Großraum komplett gesperrt und auch ein Flugverbot über dem Tagungsort verhängt.
Source: http://www.tagesschau.de/ausland/gachtgipfeljapan2.html weiter...
Am kommenden Samstag (5. Juli) wird einen ersten, oder vielleicht sogar den Höhepunkt der Proteste gegen den G8-Gipfel in Japan geben. Geplant ist eine einstündige Demonstration in der Innenstadt Hokkaidos geben. Einen Friedensmarsch. Das Thema ist aufgrund verschiedener Überlegungen richtig gewählt. Zum einen ist Anti-Militarismus ein Thema was in Japan einer breiten Öffentlichkeit vermittelbar ist, schließlich sind Demonstrationen als Form politischen Ausdrucks schon ungewöhnlich genug und wecken Ängste, insbesondere wenn es sich um eine internationale Demo handelt. Die erste in Japan, wie mir berichtet wurde.
Source: http://g8japan.wordpress.com weiter...[Gipfelsoli Infogruppe | Media G8way]
Pressemitteilung 3. Juli 2008
[Berlin | London | Sapporo] Am Montag soll in Lake Toya auf der japanischen Halbinsel Hokkaido der G8-Gipfel beginnen. Nach den Auftaktdemonstrationen in Japan finden nun in Europa und anderen Ländern Proteste gegen das Treffen statt. Am Freitag sind Kundgebungen vor dem japanischen Konsulat in London und Berlin angekündigt.
Für Samstag den 5. Juli haben japanische Gruppen zu einem „Globalen Aktionstag“ aufgerufen. Demonstrationen und Kundgebungen werden z.B. in Deutschland, Belgien, Niederlande und Großbritannien organisiert. In Paris hat sich das französische „dissent“-Netzwerk für eine „Aktion“ gegründet. In London wird mit dem „Plan C“ die britische Grenzpolizei belagert: „Es ist an der Zeit unsere Kräfte zu verbinden um für Bewegungsfreiheit, Demonstrationsrecht und gleiche Rechte für alle zu kämpfen“, erklärt die Londoner Vorbereitungsgruppe. Auch in anderen asiatischen Ländern wird Widerstand gegen das G8-Treffen erwartet.
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